CMS
Aus TYPOlight wird Contao
Dass ich ein großer Fan des CMS TYPOlight bin, habe ich ja bereits an anderer Stelle erwähnt. Doch die Geschichte dieses Systems ist eine Geschichte voller Missverständnisse… was in erster Linie mit dem irreführendem Namen zu tun hat. Nicht selten musste ich Kunden und Interessenten erklären, dass das System nichts, aber auch rein gar nichts mit Typo3 zu tun hat. Und dass es trotz des “Light” im Namen durchaus ein ernstzunehmendes System mit weitreichendem Funktionsumfang ist.
Nun ist das vorbei: Aus TYPOlight wird Contao. Den Namen finde ich zwar etwas gewöhnungsbedürftig (und ich sehe die nächste Verwechslungsgefahr, mit Contenido), aber der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Sehr stutzig macht mich allerdings, warum man so lange mit diesem Schritt gewartet hat. Eventuell hat es ja, entgegen der offiziellen Erklärung, vor allem damit zu tun, dass TYPOlight nun vor Version 2.9 steht und somit “TYPOlight 3″ in greifbare Nähe rückt… und das hätte wohl so manchen Webdesigner erklärungstechnisch vollends zur Verzweiflung gebracht ![]()
Daher: Gute Entscheidung und weiterhin viel Glück, liebes TYPO… äh, CONTAO!
MODx Revolution 2.0 Beta Release
Eines meiner absoluten Lieblings-CMS wird dieses Jahr vermutlich in die zweite Runde gehen: MODx 2.0 wurde als erste Beta-Version veröffentlicht und wird auf den Beinamen “Revolution” hören. Dieser ist durchaus nachvollziehbar, wenn man sich die Änderungsliste anschaut – das CMS wird von Grund auf neu aufgebaut. Ich bin äußerst gespannt darauf, was das System zu bieten haben wird – schließlich war Version 1.0 schon mit das Beste, was die CMS Welt zu bieten hat. Es ist wahrlich mutig und für mich auch ein wenig verwunderlich, für die nächste Version nochmal ganz unten an der Basis anzusetzen, aber ich vertraue darauf, dass die Entwickler gute Gründe dafür haben und diesen Weg erfolgreich beschreiten werden…
CMS Favoriten, Teil 1: TYPOlight
Kaum ein Webdesigner, der sie nicht kennt: Die endlos erscheinende Suche, nach dem einen, dem wahren, dem perfekten Content Management System. Gerade im Bereich der PHP-basierten Open Source Systeme ist das Angebot kaum zu überblicken, aber einige wenige Systeme schaffen es dann doch, aus der grauen Masse herauszustrahlen, und dazu gehört für mich ganz eindeutig: TYPOlight.
TYPOlight ist ein unter L-GPL veröffentlichtes CMS, basiert auf PHP5, und hat bis auf den Namen eigentlich nichts mit Typo3 zu tun (ausser dass es für den Entwickler wahrscheinlich eine Inspirationsquelle für zu verbessernde Dinge gewesen war).
Was mir an dem CMS gefällt?
Die (meist) kinderleichte Installation, nach deren erfolgreicher Durchführung man mit einer sauberen, nackten Site da steht, und einem ebensolchen Template, welches man im günstigsten Fall nur noch per CSS anzupassen braucht (in der Praxis bei Kundenwebsites wohl eher selten, aber dafür kann ja das System nichts). Keine überflüssigen Dummy-Inhalte, keine vorinstallierten Layout-Templates, die mühsam angepasst werden müssen, wie es beispielsweise bei Joomla! der Fall ist.
In der Standardinstallation sind genau die richtigen Module, die man im Normalfall braucht, installiert – nicht mehr, und nicht weniger. Navigation, Formulargenerator, Newsverwaltung, Kalenderfunktion, Newsletterfunktion.
Schön sind auch Eigenschaften und Möglichkeiten wie: suchmaschinenfreundliche URLs, Suchfunktion, Mehrsprachigkeit, PDF-Export, Versionsmanagement, Auto-Update-Funktion (hat sonst kein CMS!) ,eine ordentliche Benutzerverwaltung mit Rollen und Rechten und allem was man so braucht (in Joomla! bis heute nicht integriert) und last but not least, eine XHTML-valide, CSS-freundliche Ausgabe. Ja, das sollte im Jahr 2009 eigentlich selbstverständlich sein, wer sich durch die diversen Systeme quält, weiss aber, dass dem leider nicht so ist.
Das absolut Beste an TYPOlight ist aber der Bereich, der mir persönlich bei der Bewertung eines CMS Systems auch am Wichtigsten ist: das Backend. All die tollen Features, Module und Schnick-Schnack, mit denen sich so viele CMS so gern brüsten, sind schließlich sinnlos, wenn man sie nicht findet, weil kein normaler Mensch die chaotische, überladene, benutzerfeindliche Verwaltung bedienen kann. Und meine Kunden am Ende doch wieder mich anrufen, wenn etwas an ihrer Webseite geändert werden soll – dazu hätt’s kein CMS gebraucht. In der Realität sieht’s doch oft so aus, dass keine EDV Profis vor dem System sitzen, sondern z. B. die Sekretärin, die sonst eher MS Word kennt (mehr oder weniger). Das scheinen leider viele CMS Entwickler nicht ausreichend zu würdigen.
Hier liegt die große Stärke von TYPOlight, die Bedienung ist übersichtlich und weitgehend intuitiv. Mit ein wenig Phantasie und Anpassung der Templates lässt sich mit dem System fast jede Art von Content erzeugen, selbst Galerien und sortierbare Tabellen sind bei TYPOlight von Haus aus kein Problem.
Zu den wenigen Nachteilen gehört sicher, dass das System noch niht allzu viele Lenze zählt (im Vergleich zu den Konkurrenten Joomla! und Typo3) und somit die Community noch vergleichsweise klein (aber fein!) ist. Und dass TYPOlight im Wesentlichen nur von einem Entwickler stammt. Allerdings haben sich mit der Zeit so viele begeisterte User & Developer gefunden, dass die Zukunft für TYPOlight auch nach einem möglichen Ausscheiden des Entwicklers weitgehend gesichert scheint (eine 100%ige Sicherheit gibt es leider nie, unabhängig von Closed oder Open Source).
Wer jetzt noch mehr über das System erfahren will, schaut am Besten auf der Website vorbei: http://www.typolight.org